Biotonne
In den Regionen Meißen, Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis
wird die Biotonne vorwiegend in größeren Städten und Gemeinden angeboten. Es besteht aber kein Anschluss- und Benutzerzwang.
Die Bioabfallbehälter werden 14-tägig, in den Sommermonaten wöchentlich entleert (siehe
Abfallkalender). Bei der Ermittlung der Entleerungsgebühr werden 18 Pflichtentleerungen pro Jahr berechnet. Anfragen dazu beim Zweckverband.
In der Region Riesa-Großenhain
bietet die ALG Abfall-Logistik privatrechtlich die Biotonne an. Darin können neben Garten- und Grünabfälle auch Küchenabfälle gesammelt werden. Der Abfuhrrhythmus ist 14-tägig. Anfragen dazu bei der ALG Abfall-Logistik-Gesellschaft, Tel. 035249 711 72.
Grünschnitt
In allen vier Regionen werden saisonbedingt anfallende Gartenabfälle zu bestimmten Terminen und auf festgelegten Plätzen angenommen. Außerhalb ist die Ablagerung von Grünabfällen untersagt.
Die Termine sind im aktuellen Abfallkalender zu finden.
Einige Tipps zur Biotonne
Nie in die pralle Sonne stellen und Bioabfälle nicht lose in die Biotonne werfen!
Bei höheren Temperaturen kann es innerhalb weniger Tage zur Geruchsbildung kommen. Diese kann durch genügend „Strukturmaterial“ wie Äste und Zweige, Blumen, Stauden, Erde, Wurzelwerk verhindert werden. Servietten oder Papiertücher können Feuchtigkeit binden und so ebenfalls die Gerüche vermindern.
Der Befall von Fliegenmaden kann vermieden werden!
Küchenabfälle, insbesondere gegarte Speisereste immer in Papier wickeln; die Biotonne mit Papier auskleiden oder wenigstens den Boden mit Zeitungen bedecken.
Eine eingefrorene Biotonne kann nicht geleert werden!
Den Boden der Tonne mehrschichtig mit Zeitungen belegen und/oder einen Papiersack verwenden; Bioabfälle zusätzlich in Papier einwickeln; die Tonne möglichst nahe an die Hauswand und/oder unters Dach stellen; das schützt vor dem Einfrieren bis zu Temperaturen von ca. minus 5 °C.
Eine stark verschmutzte Biotonne reinigen!
Möglichst nur mit Wasser reinigen, da Reste von Reinigungsmitteln zu einer Belastung des Kompostes führen können.
| In die Biotonne kommen: |
| Reste von Obst, Gemüse, Backwaren und Tee, Kaffeesatz, verwelkte Blumen, Grünpflanzen, Hygienepapier, |
| Grünschnitt, kompostierbare Küchenabfälle in haushaltüblicher Menge, Kleinmengen Einwickel- und Knüllpapier. |
Kompostierung im Garten
Wie wird kompostiert?
Jeder kann mit einfachsten Mitteln und auf kleinster Fläche einen Komposthaufen anlegen. Entschieden werden muss sich für einen Kompostbehälter (Komposter) oder einen Komposthaufen an einer geeigneten Stelle im Garten. Die Zersetzung der organischen Substanz erfolgt durch zahlreiche Bodenbewohner. Ihre Aktivität, das heißt die Geschwindigkeit der Zersetzung des Bioabfalls ist abhängig von der Temperatur in und auf dem Boden, von der Feuchte der organischen Substanz, vom Gehalt an Sauerstoff und dem pH-Wert.
Gleiche Grundregeln für Komposter oder Komposthaufen:
Der Standort sollte leicht zugänglich, windgeschützt und halbschattig sein. Bedingungen, die sich leicht mittels Hecke, Sträuchern, hohen Stauden oder Rankern am Gestell erreichen lassen. Gleichzeitig wird dadurch auch ein Sichtschutz erzielt. Es versteht sich von selbst, den Komposthaufen nicht in unmittelbare Nähe eines Sitz- oder Spielplatzes anzulegen. Zur Grundstücksgrenze ist ein Mindestabstand von einem halben Meter vorgeschrieben. Der Komposthaufen darf nicht höher als zwei Meter sein.
Das zu kompostierende Material sollte stets direkten Erdkontakt haben, damit Bodenorganismen in dieses leicht eindringen können. Aus diesem Grund und zur Vermeidung von Staunässe darf der Untergrund nicht verfestigt werden.
Zuerst wird grobes Material, zum Beispiel zerkleinerter Baum- und Heckenschnitt, Äste und Stängel von Stauden und Blumen, bis zu einer Höhe von zwanzig Zentimetern aufgeschichtet. So entsteht eine Drainage, die das überschüssige Wasser ableitet und für Luftzirkulation sorgt.
Anschließend werden Garten- und Küchenabfälle entweder in Schichten oder gemischt aufgebracht. Dazwischen wird immer etwas reifer Kompost oder Erde verteilt, so dass das Material dünn bedeckt ist. So wird der Kompost mit den notwendigen Kleinlebewesen „geimpft“. Dünne Zwischenlagen aus Erde oder altem Kompost fördern die biologische Aktivität im Rottematerial, ebenso ein geringer Wasserzusatz (Gießkanne mit Brause) bei recht trockenem Material. Größere Kompostmengen setzt man am besten in Form einer Tafelmiete (stapelförmiger Komposthaufen) an.
Zur Lockerung und Aktivierung der Rotte sollten Komposthaufen nach sechs Monaten umgesetzt, Klein-/ Eigenkompostierer entleert werden. Das vorkompostierte Material lässt man anschließend bis zur Verwendung sechs Monate zum Fertigkompost reifen.
Länger als ein Jahr sollte Kompost nicht lagern, weil sonst die organischen Substanzen so weit abgebaut werden, dass sie nicht mehr in genügendem Umfang zur Humusanreicherung beitragen.
Wichtige Hinweise für guten Kompost
Das zu kompostierende Material niemals in eine Grube legen, weil der Luftmangel zu Fäulnis und Gestank führt.
Nicht alle Bioabfälle lassen sich gleich gut kompostieren. Auf eine ausreichende Belüftung, Befeuchtung und Temperaturbehandlung der Bioabfälle sollte auch bei der Eigenkompostierung geachtet werden.
Zwiebelschalen, Schnittlauchreste, Kaffee- und Teesatz sind ideales „Regenwurmfutter“. Flachs und Holunder sind gute Pflanzen am Komposthaufen und dienen der Regenwurmförderung.
Grünschnittsammlung in den Regionen Meißen, Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis
Der ZAOE bietet in den Regionen Meißen, Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis für die
privaten Haushalte gebührenfrei öffentliche Grünschnittsammlungen als
Standplatzsammlung an.
Gewerblichen Unternehmen sind davon ausgenommen.
Bei diesen Sammlungen werden saisonbedingt anfallende Grünabfälle in
haushaltstypischen Mengen bis zu einem Volumen von maximal 1 m³ eingesammelt. Dazu zählen Grünschnitt, Hecken-, Strauch- und Baumschnitt mit einer maximalen Abmessung von zirka 2,00 m Länge und 0,15 m Durchmesser. Die öffentlichen Grünschnittsammlungen sind ein
zusätzliches Angebot zur
Eigenkompostierung beziehungsweise zur Biotonne.
Außerhalb dieser Sammeltermine können Grünabfälle bis zu einem Kubikmeter an den Wertstoffhöfen des ZAOE gegen eine geringe Gebühr angeliefert werden - Öffnungszeiten siehe Abfallkalender. Größere Abfallmengen können in Eigenregie an Kompostieranlagen, zum Beispiel auf der Schachtstraße in Freital (Gelände der ehemaligen Deponie Saugrund) kostenpflichtig angeliefert werden.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
- Geben Sie Ihre Grünabfälle nur an den festgelegten Sammelstellen und Terminen ab.
- Ablagerungen außerhalb der aufgeführten Zeiten oder die Nutzung anderer Herkunftsbereiche als Haushalte sind Ordnungswidrigkeiten und können daher mit einer Geldbuße von 25 bis 50.000 € geahndet werden.
- Die Abgabe der Grünabfälle wird während der gesamten Annahmedauer durch Personal des beauftragten Entsorgungsunternehmens beaufsichtigt.
- Bitte warten Sie in jedem Fall das Eintreffen des Sammelfahrzeuges ab und nehmen Sie mitgebrachte Kunststoffsäcke nach der Leerung wieder mit.
Grünabfallentsorgung in der Region Riesa-Großenhain
In der Region Riesa-Großenhain werden von März bis November
(15 bis 19 Uhr, nur Strehla sonnabends 9 – 13 Uhr) an festgelegten Plätzen Grünabfälle angenommen. Die genauen Termine sind im aktuellen Abfallkalender abgedruckt. Außerhalb der Annahmezeiten ist eine Anlieferung von Grünabfällen nicht gestattet.
Annahmestellen des Landkreises:
- Riesa, Lommatzscher Straße 8, Betriebsgelände REMONDIS
- Stauchitz, Gemeindebetriebshof Jahnatalweg
- Strehla, Lagerfläche Torgauer Straße
- Gröditz, Am Stahlwerk 10
- Zeithain, Gewerbegebiet, Industriestraße K
- Kraußnitz, geschlossene Deponie „Zeisigberg“
- Strauch, geschlossene Deponie Skäßchener Straße
- Ebersbach, Kläranlage „Am Wetterberg“
- Großenhain, Am Friedhof, ehemaliges Heizwerksgelände.
Angenommen wird Baumschnitt bis max. 25 cm Durchmesser, Strauchschnitt, Laub, krautige Pflanzen und Grasschnitt von Wohn- und Gartengrundstücken. Die Anlieferung von rein gewerblich genutzten Grundstücken und öffentlichen Flächen ist nicht gestattet.
Nicht angenommen werden: Baumschnitt mit mehr als 25 cm Durchmesser, Wurzelstöcke, Küchenabfälle, Fallobst, farb- oder chemikalienbehandeltes Holz, Tierkörper und tierische Abfälle, problemstoffbelastete organische Abfälle, artfremde Beimengungen (Glas, Metall, Asche, Kunststoff, Leder, Gummi, Inhalt von Staubsaugerbeuteln), sonstige nicht kompostierbare Abfälle.
Beauftragte Entsorger
Für Entsorgung Bioabfälle
Region Meißen ohne Klipphausen und Ortsteile
NERU GmbH & Co. KG, Radeburger Straße 65, OT Gröbern, 01689 Niederau
Tel. 03521 765-410, Fax 03521 765-430
Service-Hotline zum Ortstarif 0180-1408040
Region Riesa-Großenhain
ALG Abfall-Logistik-Gesellschaft, Am Kaßberg 1, 05161 Lenz
Tel. 035249 711 72
Region Sächsische Schweiz mit Glashütte und Geising einschl. Ortsteile und Bärenstein
Kühl Entsorgung und Recycling GmbH & Co. KG, Hauptstraße 100, 01809 Heidenau
Tel. 03529 50400, Fax 03529 504030
Region Weißeritzkreis ohne Glashütte und Geising einschl. Ortsteile und Bärenstein, mit Klipphausen und Ortsteile
ALBA Oschatz GmbH, NL Freital, Potschappler Straße 4-8, 01705 Freital
Tel. zum Ortstarif 0180 5033445, Fax. 0351 25388333
Für Entsorgung Grünabfälle aus der öffentlichen Grünschnittsammlung
Region Meißen

Bis 28.02.2010:
NERU GmbH & Co. KG, Radeburger Straße 65, OT Gröbern, 01689 Niederau
Tel. 03521 765-410, Fax 03521 765-430
Service-Hotline zum Ortstarif 0180-1408040

Ab 28.02.2010:
Mitteldeutsche Logistik GmbH, Äußere Radeweller Straße 5, 01632 Halle (Saale)
Tel. 0345 7779100
Region Riesa-Großenhain
REMONDIS Elbe-Röder GmbH, Mühlbacher Weg 3, 01561 Lampertswalde-Quersa
Tel. 035248 8360, Fax 035248 836 13
Region Sächsische Schweiz
Becker Umweltdienste GmbH, NL Sebnitz, Ulbersdorfer Weg, 01855 Sebnitz
Tel. 035971 8850, Fax 035971 8853
Region Weißeritzkreis
Becker Umweltdienste GmbH, NL Freital, Sachsenplatz 3, 01705 Freital
Tel. 0351 6440023 und 6440040, Fax 0351 6440024