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Abfall

Abfall sind alle beweglichen Sachen, die für ihren Besitzer den Nutzen verloren haben. Er will sich ihrer entledigen. Im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz wird nach Abfall zur Verwertung und Abfall zur Beseitigung unterschieden.

Abfallbehandlung

Zur Behandlung von Abfällen zählen folgende Verfahren: Kompostierung, Vergärung, Mechanisch-Biologische Behandlung, Bodenbehandlung, Thermische Behandlung, Deponierung.

Abfälle zur Beseitigung

Abfälle, die nicht verwertet werden können, sind so zu beseitigen, dass sie das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigen. Diese Abfälle werden auch Restabfälle genannt.

Abfälle zur Verwertung (Wertstoffe)

Abfälle zur Verwertung sind Abfälle, deren stoffliche oder energetische Verwertung technisch möglich oder wirtschaftlich zumutbar ist.

Abfallentsorgung

Abfallentsorgung ist der Oberbegriff für die Verwertung und Beseitigung von Abfällen und umfasst unter anderem auch deren Einsammlung, Transport, Sortierung, Aufbereitung und Behandlung.

Abfallzweckverband

Die Bildung von Abfallzweckverbänden wurde in Sachsen auf der Grundlage des Ersten Gesetzes zur Abfallwirtschaft und zum Bodenschutz im Freistaat Sachsen (EGAB) vollzogen. Die Abfallzweckverbände sind öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger im Rahmen ihrer Aufgaben (gemäß Sächsischem Abfallwirtschafts- und Bodenschutzgesetz (SächsABG)). Zu ihren Aufgaben zählen u. a. Entsorgungsanlagen zu errichten und zu betreiben, Abfallwirtschaftskonzepte zu erstellen und fortzuschreiben sowie Bilanzen zu erstellen.
Die Zweckverbände haben Verbandsmitglieder.

Anmeldung

Spätestens vier Wochen vor Beginn der Nutzung ist das Grundstück an die öffentliche Abfallentsorgung anzumelden. Die Mitteilungspflicht umfasst die Auskunft über die Anschrift des Grundstückseigentümers bzw. dessen Beauftragten, die Art und Menge der anfallenden Abfälle, die Anzahl der Personen und die Anzahl und Größe der (bereits vorhandenen) Abfallbehälter auf dem Grundstück. Das Formular dazu ist im Abfallkalender bzw. hier im Internet unter der Rubrik „Service & Beratung / Abfallkalender“ finden.

Anschlusspflicht

Jeder Eigentümer eines zu Wohnzwecken genutzten Grundstückes ist gemäß § 4 der Abfallwirtschaftssatzung verpflichtet, sein Grundstück an die öffentliche Abfallentsorgung anzuschließen. Dies bedeutet in der Praxis, dass in jedem Grundstück mindestens ein Restabfallbehälter bereitgestellt werden muss.

Gleiches gilt für Gewerbebetriebe, die Abfälle zur Beseitigung zu entsorgen haben. Anschlusspflicht heißt auch, dass Abfälle grundsätzlich für jedes Grundstück zur Entsorgung bereitgestellt werden, auf dem sie anfallen. Ein Transport zu anderen Grundstücken ist ausgeschlossen.

Behälterbestellung/-abbestellung

Die Abfallbehälter sind Eigentum des Entsorgungsunternehmens. Die Aufstellung, der Wechsel der Behältergröße oder eine Abbestellung sind grundsätzlich beim ZAOE anzufordern. Das Entsorgungsunternehmen wird dann von der Geschäftsstelle beauftragt, die Behälter bereitzustellen oder abzuholen. Es ist zu beachten, dass die Bearbeitung bis zu vier Wochen dauern kann.

Behältergrößen

Der Zweckverband bietet verschiedene Behältergrößen an. In der jeweils aktuellen Gebührensatzung sind diese nebst Nutzungs- und Entleerungsgebühr aufgeführt.

Behälternummer

An jedem Restabfall- und Bioabfallbehälter befindet sich ein Aufkleber mit der Behälternummer. Diese und die Behältergröße sind dann auf dem Gebührenbescheid zu finden.

Beseitigung

Abfälle, die nicht verwertet werden können, sind so zu beseitigen, dass sie das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigen.

Seit dem 1. Juni 2005 ist gesetzlich verboten, dass Restabfälle unbehandelt auf Deponien abgelagert werden. Es gibt zur Behandlung von Restabfällen zwei Verfahren: thermisch oder mechanisch-biologisch.

Bioabfälle

Bioabfälle sind die in Siedlungsabfällen enthaltenen biologisch abbaubaren Abfälle aus Haushalten, öffentlichen Einrichtungen oder dem Gewerbe, z. B. organische Küchenabfälle oder organische Gartenabfälle. Speiseabfälle aus Kantinen, Gaststätten, Großküchen o. ä. müssen auf Grund ihrer Menge nach dem Tierischen Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz getrennt von Bioabfällen entsorgt werden (Bezeichnung nach Europäischem Abfallverzeichnis: Biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfälle - Abfallschlüssel 200108).

Deponieabschluss

Nach Schließung einer Deponie ist jeder Eigentümer gesetzlich verpflichtet, den Deponiestandort zu rekultivieren. Er muss Vorkehrungen treffen, damit das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt und Umweltschäden vermieden werden. Deshalb muss die Deponie ordnungsgemäß abgedeckt werden. Dies geschieht in zwei Phasen: Die Deponie bekommt zunächst eine temporäre Abdeckung und später die endgültige Oberflächenabdichtung.

In der ersten Phase werden verschiedene mineralische Baurestmassen auf den Deponiekörper aufgebracht. Damit soll verhindert werden, dass das Regenwasser ungehindert in den Deponiekörper eindringen und sich somit schadstoffbelastetes Sickerwasser bilden kann. Im Deponiekörper verrottet der Abfall. Es bildet sich Deponiegas, welches abgesaugt werden muss. Je nach Methangehalt ist eine Verwertung möglich.

Nach fünf bis sechs Jahren ist der Zersetzungsprozess abgeschlossen. Es bildet sich kaum noch Deponiegas. Dann kann die Oberfläche endgültig abgedichtet werden. Dazu wird u. a. eine Kunststoffschicht aufgebracht. Oberflächenwasser kann nun nicht mehr eindringen. Eine Entwässerungsschicht (Dränschicht) auf der Folie leitet das Wasser in einen Graben ab. Die letzte Schicht ist Mutterboden, der begrünt wird.

Deponiegas

Wasser und die im Deponiekörper vorherrschenden Temperaturen lassen den Abfall verrotten und sich in erdähnliche Stoffe umwandeln. Während dieses Prozesses bildet sich Deponiegas. Das Gas, das unter anderem brennbares Methan enthält, wird abgesaugt und abgefackelt. Liegt der Methananteil im Deponiegas bei mindestens 45 Prozent, kann daraus in einem Blockheizkraftwerk Strom erzeugt werden.

Deponieverordnung

Die Deponieverordnung enthält Vorgaben für neu zu errichtende Deponien und bereits betriebene Altanlagen. So gibt es detaillierte technische, betriebliche und organisatorische Anforderungen an die Errichtung, den Betrieb und die Stilllegung solcher Anlagen. Ab 1. Juni 2005 ist es gesetzlich verboten, Restabfälle unbehandelt auf Deponien abzulagern .Sie müssen thermisch oder mechanisch-biologisch vorbehandelt werden. Es dürfen dann nur noch solche Abfälle abgelagert werden, die die strengen Zuordnungskriterien einhalten. Die abzulagernden Mengen bestehen dann ausschließlich aus mineralischen Inhaltsstoffen. Es findet kein organischer Zersetzungsprozess mehr statt. Die Deponierung wird mit diesen Maßnahmen nachsorgearm. Anlagen, die nicht mehr den strengen Anordnungen genügen, müssen stillgelegt werden. Im Verbandsgebiet erfüllt ausschließlich die Deponie Gröbern im Landkreis Meißen die gesetzlichen Vorgaben.

DSD - Duales System Deutschland

Das DSD ist ein privates deutschlandweites Entsorgungssystem, welches 1991 vom Handel und von Verpackungsherstellern gegründet wurde mit dem Ziel, Verpackungen ordnungsgemäß zu verwerten (recyceln).

Das Einsammeln, Sortieren und Verwerten dieser Verpackungen wird über eine Lizenzgebühr finanziert. Das DSD schreibt die Leistungen aus und beauftragt das jeweilige Entsorgungsunternehmen.

Im Verbandsgebiet werden die Verpackungen getrennt nach folgenden Fraktionen gesammelt:

Glasverpackungen - über Depotcontainer getrennt nach den Farben weiß, grün und braun
Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton u. ä. - Papiertonne
Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial - Gelber Sack / Gelbe Tonne


 

Eigentümerwechsel

Der Eigentümerwechsel eines Grundstückes ist grundsätzlich schriftlich und unverzüglich anzuzeigen. Der bisherige Grundstücksbesitzer bleibt solange Gebührenschuldner bis die vollständige Anschrift des neuen Besitzers mitgeteilt worden ist.

Elektro- und Elektronikgerätegesetz

Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten

Das Gesetz verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll die Umwelt und damit auch die menschliche Gesundheit vor giftigen Substanzen geschützt werden. Deshalb wird die Verwendung bestimmter Stoffe für die Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten ab Juli 2006 verboten. Zum anderen soll die Menge des anfallenden Elektroschrotts deutlich reduziert werden, um die Umweltbelastung zu verringern und wertvolle Rohstoffe zu bewahren.

Altgeräte müssen von den Herstellern und dem Handel zurückgenommen und nach bestimmten ökologischen Standards entsorgt werden. Dabei steht die Verwertung im Vordergrund.

Die Verbraucher im Verbandsgebiet haben die Möglichkeit, ihre Altgeräte kostenlos auf den Wertstoffhöfen und Umladestationen abzugeben. Über die Bestellkarte aus dem Abfallkalender kann die Abholung von Großgeräten angemeldet werden.

Elektroaltgeräte

Elektroaltgeräte sind gebrauchte elektrische oder elektronische Geräte, die zu ihrem ordnungsgemäßen Betrieb elektrische Ströme oder elektromagnetische Felder benötigen oder diese erzeugen, übertragen sowie messen und die wegen ihres Wertstoff- oder Schadstoffgehaltes getrennt von den anderen Abfällen eingesammelt werden.

Dazu zählen Elektro- und Elektronikgeräte folgender Kategorien: Haushaltgroßgeräte, Haushaltkleingeräte, Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik, Geräte der Unterhaltungselektronik, Beleuchtungskörper, elektrische und elektronische Werkzeuge mit Ausnahme ortsfester industrieller Großwerkzeuge, Spielzeug, Sport- und Freizeitgeräte, Medizinprodukte mit Ausnahme implantierter und infektiöser Produkte, Überwachungs- und Kontrollinstrumente, automatische Ausgabegeräte.

Die Verpflichtung zur Rücknahme und zur umweltverträglichen Verwertung sowie Beseitigung ist im Elektro- und Elektronikgerätegesetz geregelt. So müssen Altgeräte von den Herstellern und dem Handel zurückgenommen werden. 

Die Verbraucher im Verbandsgebiet haben aber auch die Möglichkeit, ihre Altgeräte kostenlos auf den Wertstoffhöfen und Umladestationen abzugeben. Mit der Bestellkarte aus dem Abfallkalender kann die Abholung von Großgeräten angemeldet werden.


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Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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