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Entsorgungsgebühr

Diese Gebühr wird für die einmalige Entleerung eines Restabfall- oder Bioabfallbehälters erhoben.

Festgebühr für Haushalte

Mit der Entrichtung der Festgebühr bei Wohngrundstücken werden anteilig feste Kosten für Leistungen wie Beseitigung von Restabfällen, Sperrmüll-, Elektroaltgeräte-, Papier- und Grünschnittentsorgung, Schadstoffmobil, Betrieb der Wertstoffhöfe, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, Beseitigung unzulässiger Ablagerungen sowie für die Nachsorge der stillgelegten Abfallentsorgungsanlagen beglichen. Diese Gebühr wird jährlich für jede auf dem Grundstück gemeldete Person erhoben.

Gebühren

Die Abfallgebühren setzen sich aus der Festgebühr, der Entsorgungsgebühr und der Mietgebühr des im Grundstück genutzten Restabfall- und Bioabfallbehälters zusammen.

Gebührenbescheide

Für die Inanspruchnahme der öffentlichen Abfallentsorgung erlässt der ZAOE Gebührenbescheide. Der Gebührenbescheid enthält die Endabrechnung für das vorangegangene Jahr. Gleichzeitig wird auf der Grundlage der Endabrechnung ein Abschlag mit zwei Fälligkeiten für das laufende Jahr festgesetzt. Der erste Abschlag wird mit der Endabrechnung im I. Halbjahr und der zweite im II. Halbjahr fällig. Es ist zu beachten, dass für den zweiten Abschlag keine gesonderte Zahlungsaufforderung versendet wird.

Gebührenfreistellung

Gebührenfreistellung kann beantragt werden, wenn zum Haushalt drei und mehr Kinder gehören. Bei Kindern über 18 Jahren ist der Nachweis der Kindergeldberechtigung mit vorzulegen.

Bei der Beantragung sind die entsprechenden Nachweise beizulegen, so zum Beispiel die Geburtsdaten aller im Haushalt lebenden Kinder.

Gelber Sack / Gelbe Tonne

In dem Gelben Sack (Gelbe Tonne) werden Verpackungen mit dem Grünen Punkt aus Kunststoff, Verbundstoff und aus Metall gesammelt; auch Leichtverpackungen genannt. Diese müssen vollständig entleert sein.
 
Nicht in die Gelben Säcke (Gelben Tonnen) gehören stoffgleiche Nichtverpackungen, zum Beispiel Kunststoffschüsseln, Styropordeckenplatten, Kunststoffstühle, Spielzeug, Wäschekörbe und andere Gegenstände aus dem Haushalt aus Kunststoff und Metall oder ähnlichen Materialien.


Gewerbebetriebe

Gewerbebetriebe müssen sich ebenfalls grundsätzlich zur Abfallentsorgung anmelden. Der schriftlichen Anmeldung ist eine Kopie der Gewerbeanmeldung beizufügen. Gewerbebetriebe, bei denen der Betreiber selbst Besitzer eines Wohngrundstückes mit gleicher Adresse ist, können ihren Restmüll mit über die Behälter des Wohngrundstückes entsorgen, wenn nur sehr geringe Restabfallmengen anfallen.

Grünabfälle

Grünabfälle sind Baum-, Strauch- und Grünschnittabfälle, die in Grundstücken und Gärten anfallen. Diese sind einer geordneten Verwertung zuzuführen (Bezeichnung nach Europäischem Abfallverzeichnis: Kompostierbare Abfälle - Abfallschlüssel 200201).

Grundstück

Grundstück im Sinne der Abfallwirtschaftssatzung des ZAOE ist unabhängig von der Eintragung im Liegenschaftskataster und im Grundbuch und ohne Rücksicht auf die Grundstücksbezeichnung jeder zusammenhängende und einem gemeinsamen Zweck dienende, im Eigentum desselben Eigentümers stehender Grundbesitz, der eine wirtschaftliche Einheit bildet, auch wenn es sich um mehrere Grundstücke oder Teile von Grundstücken im Sinne des Grundbuchrechts handelt. Der Grundstücksbegriff im Sinne dieser Satzung umfasst Grundstücke, die Wohnzwecken dienen und Grundstücke zu gewerblichen oder sonstigen Zwecken.

Haushalte

Haushalte im Sinne der Abfallwirtschaftssatzung des ZAOE sind Bereiche der privaten Lebensführung, wo Einwohner mit Hauptwohnsitz gemeldet sind oder den Ort als zeitweiligen Wohnsitz nutzen. Dazu zählen z. B. auch Wohnheime oder Einrichtungen des betreuten Wohnens.

Identsystem für die Rest- und Bioabfallentsorgung

Das Identsystem wird zur volumenmäßigen Erfassung des Restabfalls und des Bioabfalls genutzt. Die Entleerung der Abfallbehälter wird elektronisch registriert. Die Leerung der Abfallbehälter in das Sammelfahrzeug erfolgt nur, wenn am Abfallbehälter ein Transponder (Mikrochip) montiert worden ist. Jedem Transponder werden eine Behälternummer und eine Kundennummer zugeordnet. Wenn der Abfallbehälter verschwunden ist oder vertauscht wurde bzw. die Behälterangaben nicht stimmen, muss der ZAOE informiert werden, damit es nicht zu einer falschen Gebührenberechnung kommt.

Kreislauf- und Abfallwirtschaftsgesetz

Kreislaufwirtschaft ist die Vermeidung und Verwertung von Abfällen.

Kundennummer

Jedes Grundstück erhält eine Kundennummer (Grundlage für die Verwaltung der Grundstücksdaten). Diese Nummer ist grundsätzlich im Schriftverkehr und bei Geldüberweisungen anzugeben.

Mechanisch-Biologische Behandlung

Bei einer mechanisch-biologischen Behandlung werden so viele wie möglich verwertbare Stoffe aus den Restabfällen ausgeschleust. Das geschieht durch eine Kombination mechanischer und anderer physikalischer Verfahren, z. B. Zerkleinern und Sortieren, mit biologischen Verfahren (Rotte, Vergärung). Je nach Anlagentyp wird der Rest in verschiedene Fraktionen, zum Beispiel einer heizwertreichen und einer ablagerungsfähigen Fraktion, aufgeteilt. Die heizwertreiche Fraktion kann dann als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken oder in der Zementindustrie eingesetzt werden.

Mehrwegverpackung

Die Mehrwegverpackung ermöglicht eine mehrfache Nutzung durch Produzenten, Händler und Verbraucher. In privaten Haushalten sind dies Pfandflaschen und Pfandgläser sowie Fässer. Bei Handel und Industrie zählen dazu Europaletten, Container und Gitteboxen.

Mietgebühr

Die Mietgebühr wird für die Nutzung eines Restabfall- und Bioabfall-behälters entrichtet (Abfallgebührensatzung § 5 Absatz (4)).

Mindestentsorgungsgebühr

Zur Sicherung einer ordnungsgemäßen Entsorgung und zur Deckung der Festkosten für die Entsorgung der Restabfälle erhebt der ZAOE eine Mindestentsorgungsgebühr. Diese berechnet sich wie folgt: Für Haushalte: 2 Liter je Einwohner und Woche
Für sonstige Herkunftsbereiche: eine Entleerung des Restabfallbehälters im Quartal

Müllverbrennung

Müllverbrennung – das sind die verschiedenen Verfahren zur thermischen Behandlung von Abfällen. Dabei werden die organischen Schadstoffe vernichtet. Klassisches Beispiel ist die Rostfeuerung. Die im Restabfall enthaltene Energie wird hocheffizient genutzt und z. B. in Strom oder Wärme umgewandelt.

Nachsorgepflicht

Der Betreiber einer Anlage hat sicherzustellen, dass auch nach Schließung dieser Anlage von dieser keine umweltschädigenden Einwirkungen oder sonstige Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen. Derzeit schreibt der Gesetzgeber vor, dass eine Deponie mindestens 30 Jahre nachgesorgt werden muss. Das bedeutet, dass in dieser Zeit die Deponie regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden muss. Dazu gehören z. B. die regelmäßige Beprobung des Grundwassers im An- und Abstrom der Deponie sowie Gasmessungen. Die Nachsorgephase beginnt, nachdem die Deponie endgültig abgedichtet ist.

Papiertonne (auch Blaue Tonne)

Im Verbandsgebiet sind die Papiertonne haushaltsnah eingeführt und die Wertstoffcontainer abgezogen worden.

Für die Nutzung der Papiertonne entstehen keine zusätzlichen Gebühren für Behältermiete oder Entleerung. Die Kosten für die Sammlung und Verwertung sind wie bisher auch in der jährlich zu entrichtenden Festgebühr enthalten.

Das gehört in die Papiertonne:
Verpackungen aus Papier / Pappe / Karton (z. B. Mehltüten), Schreibpapier, Schulhefte, Briefumschläge, Druckerzeugnisse (z. B. Bücher), Pappen und Kartonagen.

Das gehört nicht hinein:
Tapeten, Hygienepapier, Papierservietten, Kohle- und Blaupapier, verschmutzte Wachspapiere, beschichtete Papiere und Pappen, Getränkeverpackungen, Versandtaschen mit Kunststoffpolsterung.


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Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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