Deponieabschluss

Nach Schließung einer Deponie ist jeder Eigentümer gesetzlich verpflichtet, den Deponiestandort zu rekultivieren. Er muss Vorkehrungen treffen, damit das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt und Umweltschäden vermieden werden. Deshalb muss die Deponie ordnungsgemäß abgedeckt werden. Dies geschieht in zwei Phasen: Die Deponie bekommt zunächst eine temporäre Abdeckung und später die endgültige Oberflächenabdichtung.

In der ersten Phase werden verschiedene mineralische Baurestmassen auf den Deponiekörper aufgebracht. Damit soll verhindert werden, dass das Regenwasser ungehindert in den Deponiekörper eindringen und sich somit schadstoffbelastetes Sickerwasser bilden kann. Im Deponiekörper verrottet der Abfall. Es bildet sich Deponiegas, welches abgesaugt werden muss. Je nach Methangehalt ist eine Verwertung möglich.

Nach fünf bis sechs Jahren ist der Zersetzungsprozess abgeschlossen. Es bildet sich kaum noch Deponiegas. Dann kann die Oberfläche endgültig abgedichtet werden. Dazu wird u. a. eine Kunststoffschicht aufgebracht. Oberflächenwasser kann nun nicht mehr eindringen. Eine Entwässerungsschicht (Dränschicht) auf der Folie leitet das Wasser in einen Graben ab. Die letzte Schicht ist Mutterboden, der begrünt wird.

Deponiegas

Wasser und die im Deponiekörper vorherrschenden Temperaturen lassen den Abfall verrotten und sich in erdähnliche Stoffe umwandeln. Während dieses Prozesses bildet sich Deponiegas. Das Gas, das unter anderem brennbares Methan enthält, wird abgesaugt und abgefackelt. Liegt der Methananteil im Deponiegas bei mindestens 45 Prozent, kann daraus in einem Blockheizkraftwerk Strom erzeugt werden.

Deponieverordnung

Die Deponieverordnung enthält Vorgaben für neu zu errichtende Deponien und bereits betriebene Altanlagen. So gibt es detaillierte technische, betriebliche und organisatorische Anforderungen an die Errichtung, den Betrieb und die Stilllegung solcher Anlagen. Ab 1. Juni 2005 ist es gesetzlich verboten, Restabfälle unbehandelt auf Deponien abzulagern .Sie müssen thermisch oder mechanisch-biologisch vorbehandelt werden. Es dürfen dann nur noch solche Abfälle abgelagert werden, die die strengen Zuordnungskriterien einhalten. Die abzulagernden Mengen bestehen dann ausschließlich aus mineralischen Inhaltsstoffen. Es findet kein organischer Zersetzungsprozess mehr statt. Die Deponierung wird mit diesen Maßnahmen nachsorgearm. Anlagen, die nicht mehr den strengen Anordnungen genügen, müssen stillgelegt werden. Im Verbandsgebiet erfüllt ausschließlich die Deponie Gröbern im Landkreis Meißen die gesetzlichen Vorgaben.

DSD - Duales System Deutschland

Das DSD ist ein privates deutschlandweites Entsorgungssystem, welches 1991 vom Handel und von Verpackungsherstellern gegründet wurde mit dem Ziel, Verpackungen ordnungsgemäß zu verwerten (recyceln).

Das Einsammeln, Sortieren und Verwerten dieser Verpackungen wird über eine Lizenzgebühr finanziert. Das DSD schreibt die Leistungen aus und beauftragt das jeweilige Entsorgungsunternehmen.

Im Verbandsgebiet werden die Verpackungen getrennt nach folgenden Fraktionen gesammelt:

Glasverpackungen - über Depotcontainer getrennt nach den Farben weiß, grün und braun
Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton u. ä. - Papiertonne
Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial - Gelber Sack / Gelbe Tonne


 


 

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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