3.6er Deponien (Anlagen bis 1993)

Im September 2004 haben die vier Landkreise Meißen, Riesa-Großenhain, Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis 118 Altdeponien an den Verband übertragen. 32 davon haben die Landkreise bereits in Eigenregie saniert. Der ZAOE war somit für die Sanierung der restlichen 86 so genannten 3.6er Deponien verantwortlich.

Die Altdeponien stammen noch aus der DDR-Zeit und sind teilweise nur notdürftig mit Erde abgedeckt. Der Gesetzgeber fordert auch für solche Altanlagen einen ordnungsgemäßen Abschluss. Die Maßnahmen dazu wurden bis zu 75 Prozent aus den Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Das Förderprogramm lief im August 2007 aus.

Fachgerechte Sicherung und Nachsorge der Altdeponien

Alle Deponien werden in sogenannten Gefährdungsklassen eingeordnet. Die Einordnung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel vom Deponievolumen, von der Stoffgefährlichkeit der Abfälle, den Standortverhältnissen, der Lage zum Grundwasser oder Trinkwasserfassungen. In Abhängigkeit davon sind die Sanierungsmaßnahmen festgelegt.

Nach sächsischer Altlastenmethodik gilt folgende Klassenzuordnung:
K I:

Ablagerungsvolumen unter 25.000 Kubikmeter; hauptsächlich Ablagerung von Siedlungsabfall und Bauschutt mit geringem Schadstoffgehalt und weitgehender Inertisierung (Umwandlung zu erdähnlichen Stoffen): es bestehen ein geringes Gefährdungspotenzial und somit geringer Handlungsbedarf. Hier ist nach der Profilierung des Deponiekörpers (fünf Prozent Gefälle zur Sicherung des Oberflächenwasserabflusses) eine Oberflächenabdeckung mit Erde von mindestens einem Meter Mächtigkeit als einfache Sicherungs- und Rekultivierungsmaßnahme ausreichend. Zur Sicherung gegen Bodenerosion (Erdausspülung durch Wasser) wird Rasen angesät.

K II:

Ablagerungsvolumen 25.000 bis 150.000 Kubikmeter; hauptsächlich Ablagerung von Siedlungsabfall und Bauschutt sowie Industrie- und Gewerbeabfall mit Schadstoffanreicherung und geringer Inertisierung: es bestehen ein mittleres Gefährdungspotenzial und somit mittlerer Handlungsbedarf. Für Altdeponien der Klasse II ist ein Oberflächenabdichtungselement (mineralische Bodenschicht oder Foliendichtung und Rekultivierungsschicht) erforderlich. Die Profilierung des Deponiekörpers muss nach Abklingen der Setzungen ein Mindestgefälle von fünf Prozent garantieren.

K III:

Ablagerungsvolumen über 150.000 Kubikmeter; Ablagerung: neben Siedlungsabfall und Bauschutt erhebliche Mengen Industrie- und Gewerbeabfall mit hoher Schadstoffanreicherung; Schadstoffbeeinträchtigung im Grundwasser; Deponiegasbildung noch möglich: es bestehen ein hohes Gefährdungspotenzial und ein umfangreicher Handlungsbedarf. K III-Deponien erfordern Kombinationsdichtungen in Anlehnung an die Technische Anleitung Siedlungsabfall.

Die Nachsorgemaßnahmen umfassen neben den Grundwasseranalysen die regelmäßige Kontrolle der Anlage, die Pflege der begrünten und bepflanzten Fläche sowie den Betrieb und die Instandhaltungsmaßnahmen für die technischen Anlagen, sofern auf der jeweiligen Deponie solche vorhanden sind:

  • Oberflächenentwässerung mit Kaskaden, Durchlässen, Auffangbecken,
  • Einfriedungen, Zufahrtswege

Altdeponien

Altdeponie Strießen Altdeponie Strießen im Altkreis Riesa-Großenhain
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Altdeponie KettewitzAltdeponie Kettewitz

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Altdeponie Dorfhain im Altkreis WeißeritzkreisAltdeponie Dorfhain im Altkreis Weißeritzkreis
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Altdeponie Liebstadt im Altkreis Sächsische SchweizAltdeponie Liebstadt im Altkreis Sächsische Schweiz
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Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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