Quelle: tvM MeissenFernsehen


Neudeponie Gröbern

Allgemeines
Lage Nähe Stadt Meißen (Landkreis Meißen)
Fläche 11,8 ha gesamt, in zwei Bauabschnitt aufgeteilt;
derzeit Nutzung des ersten Bauabschnittes: 6,5 ha
Nutzung seit 1997 Ablagerung auf der Fläche des 1. Bauabschnittes;
1998 Übernahme der Deponie;
Ablagerung unbehandelter Restabfälle bis 31. Mai 2005;
danach nur noch Ablagerung behandelter Restabfälle und inerter Stoffe


Sanierung und Abschluss der Deponie  
08 / 2002 Beginn der aktiven Entgasung
Bau von drei Gasbrunnen
10 / 2002 Inbetriebnahme 1. Blockheizkraftwerk (BHKW)
08 / 2003 Bau von weiteren neun Gasbrunnen
Inbetriebnahme 2. BHKW
Ab 2003 temporäre Abdeckung 1. Bauabschnitt
02 / 2007 Inbetriebnahme 3. BHKW
12 / 2011 Verkauf des ersten BHKW‘s
2012 Weiterbetrieb von 2 BHKW‘s
10 / 2015 Verkauf des zweiten BHKW‘s
Ab 2016 Weiterbetrieb eines BHKW‘s


Bevor die Restabfälle in Gröbern abgelagert werden konnten, wurde die Fläche abgedichtet. Dies nennt man auch Basisabdichtung, bestehend aus einer 50 cm starken Schicht mit lehmigen Boden und einer Kunststoffbahn. Damit soll verhindert werden, dass Sickerwasser aus dem Deponiekörper in den Boden eindringen und das Grundwasser verschmutzen kann.
Über Drainagerohre, die in den Deponiekörper mit eingebaut wurden, wird das Sickerwasser aufgefangen und zu einer speziellen Sickerwasseraufbereitungsanlage abgeleitet, wo es dann gereinigt wird. Die Reinigung des Sickerwassers erfolgt biologisch und naßchemisch mit Ozon.

Seit dem 1. Juni 2005 ist es gesetzlich verboten, unbehandelte Restabfälle auf Deponien abzulagern. Danach müssen alle Restabfälle entweder mechanisch-biologisch oder thermisch vorbehandelt werden.
Inerte Stoffe, also Stoffe, die nicht mehr miteinander reagieren, und mechanisch-biologisch vorbehandelte Restabfälle dürfen noch auf Deponien abgelagert werden. Bedingung: Diese Deponien müssen basisabgedichtet sein und das erfüllt die Deponie Gröbern.

Das Deponiegas kann aufgrund des hohen Methangehaltes von mindestens 45 Prozent verwertet werden. In Blockheizkraftwerken wird das Gas der Alt- und Neudeponie in Strom umgewandelt. Damit wird der Eigenbedarf an Elektroenergie in der Sickerwasseraufbereitungsanlage gedeckt. Der Rest wird in das öffentliche Energienetz eingespeist.

Altdeponie Gröbern - Geschlossen

Allgemeines
Lage unmittelbar neben der Neudeponie
Fläche ca. 14 ha, Höhe 42 m
Nutzung von 1962 bis 1997 Ablagerung von Abfällen;
gesamtes Ablagerungsvolumen beträgt zirka 3,1 Millionen Kubikmeter;
1997 geschlossen für die Ablagerung von unbehandelten Restabfällen;
1998 Übernahme der Deponie durch den Zweckverband
Kosten für den Abschluss gesamt: ca. 8,1 Mio. Euro


Sanierung und Abschluss der Deponie
05/2001 - 11/2001 1. Bauabschnitt: endgültige Abdichtung der Südböschung
08/2001 - 06/2002 2. Bauabschnitt: endgültige Abdichtung der Nordböschung
03/2002 - 11/2002 3. Bauabschnitt
  • Profilierung des Deponieplateaus
  • Ausbau des Entgasungssystems
  • temporäre Abdeckung des Plateaubereiches
04/2002 - 08/2002 Errichtung eines Blockheizkraftwerkes und einer Verdichter-Fackelanlage
06/2002 - 07/2002 Errichtung einer Trafostation
Ab 2016 endgültige Abdichtung des Deponieplateaus


Da das abgesaugte Deponiegas ein Methangehalt von 45 bis 50 Prozent aufweist, wird das Gas in Strom umgewandelt und in das öffentliche Netz eingespeist. Um einen wirtschaftlichen Betrieb des Blockheizkraftwerkes zu gewährleisten, wird das Deponiegas der Alt- und Neudeponie zusammengeführt.

Für die Nachsorge bis zu 30 Jahre nach abgeschlossener Sanierung müssen ca. 775.000 Euro eingeplant werden.

Anschrift & Öffnungszeiten

Deponie Gröbern
Radeburger Straße 65
01689 Niederau / OT Gröbern


Telefon0351 4040450

Fax0351 40404250


Montag 08:00 - 15:30 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch 08:00 - 15:30 Uhr
Donnerstag geschlossen
Freitag 08:00 - 15:30 Uhr

Bitte beachten Sie mögliche Änderungen unter: Aktuelles / News

 

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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