Die Umwelt geht uns alle an! Darum: Abfälle vermeiden und verwerten.

Umweltprobleme machen vor Grenzen nicht halt. Der Klimawandel, der Verlust von Arten und Lebensräumen, Zerstörung der Ozonschicht oder weniger werdende Ressourcen betreffen alle Menschen auf dem Globus. So nehmen die für viele Europäer vielleicht „ärgerlichen“ Erscheinungen wie zum Beispiel ein verregneter Winter oder ein schneeloses Skigebiet zu. Dürren oder Hochwasser in ärmeren Regionen können den dort lebenden Menschen die Lebensgrundlage entziehen.

Grundsätzlich gilt "Der beste Abfall ist der, der überhaupt nicht entsteht". Fällt dennoch Abfall an, so sollte dieser möglichst recycelt werden, um somit Energie und Rohstoffe zu sparen.

Die Europäische Union hat angesichts der Umweltproblematik eine Richtlinie über Abfall ausgegeben, die durch die Mitgliedsstaaten in geltendes Landesrecht umgesetzt werden muss. Auch die Bundesregierung hat reagiert und fordert per Gesetz die konsequente Verwertung aller Abfälle. Bis zum Jahr 2020 sollen bis zu 65 Prozent der Siedlungsabfälle verwertet werden. Und eben dieses Ziel ist nur durch die richtige Nutzung der Sammelsysteme für verwertbare Abfälle zu erreichen.

Aus Verpackungsabfällen werden neue Produkte!

Verpackungen bestehen aus wichtigen Rohstoffen, die zu neuen Produkten weiterverarbeitet (recycelt) werden können. Handel und Verpackungshersteller haben ein privates deutschlandweites Entsorgungssystem gegründet mit dem Ziel, die Verpackungen ordnungsgemäß zu verwerten. Federführend hier ist die Duale System Deutschland GmbH, kurz DSD. Finanziert werden Einsammeln, Sortieren und Verwerten von Verpackungen über eine Lizenzgebühr, die beim Kauf jeder verpackten Ware über den Preis an die Bürgerinnen und Bürger weitergereicht werden.

Im Verbandsgebiet ist eine flächendeckende und haushaltsnahe Rücknahme von Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Glas und Papier über verschiedene Entsorgungsmöglichkeiten sichergestellt.

Der Gelbe Sack bzw. die Gelbe Tonne

Verpackungen aus Kunststoff, Metall (Aluminium, Weißblech) und Verbundstoffen gehören in den Gelben Sack bzw. in die Gelbe Tonne. Dabei sollten die Abfälle nicht ineinander gestapelt werden. Ein Auswaschen ist jedoch nicht nötig.

Verwertung von Kunststoffverpackungen

Kunststoffe können auf verschiedenen Wegen verwertet werden.

So können zum einen aus gebrauchten Kunststoffverpackungen neue Kunststoffprodukte entstehen (werkstoffliche Verwertung). Nachdem die Fremdstoffe aufwendig aussortiert sind und das zu verwertende Material gewaschen ist, wird es zu Regranulat geschmolzen. Das körnige Material dient dann zur Herstellung von Fertigprodukten, zum Beispiel von Rohren, Blumen- und Getränkekästen. Für die Neuproduktion von Kunststoff wird vor allem Rohöl benötigt.

Als zweite Möglichkeit der Verwertung von Kunststoff wird dieser in seine gasförmigen Ausgangsbestandteile zurückgeführt (rohstoffliche Verwertung). Diese kommen dann als Synthesegas im Hochofen zum Einsatz und ersetzen dabei das Schweröl.

Die dritte Möglichkeit ist die Verwendung als Brennstoff in Industrie und Kraftwerken (energetische Verwertung). Damit können wertvolle fossile Brennstoffe wie Erdöl oder Erdgas ersetzt werden.

Verwertung von Metallverpackungen

Dazu zählen Deckel, Folien und Dosen aus Aluminium. In der Sortieranlage werden die Aluminiumverpackungen von anderen Materialien getrennt und zu transportfähigen Ballen gepresst. In einer Verwertungsanlage werden diese dann zerkleinert. Das Leichtmetall wird anschließend in der Schmelze zu Barren gegossen. Daraus können neue Verpackungen, Karosserieteile oder Aluminiumprofile für Fenster und Türen entstehen. Für die Aluminiumherstellung wird vorrangig Bauxit benötigt.

Verwertung von Verbundverpackungen

Verbundstoffe bestehen aus mindestens zwei verschiedenen Materialien, die über die gesamte Fläche miteinander verbunden sind und sich nicht von Hand trennen lassen. Dies sind zum Beispiel Tiefkühlkostschachteln und Getränkekartons.

Die Verbundstoffe gelangen in Ballen gepresst von der Sortieranlage in die Verwertungsanlage, wo sie im Wasser zerkleinert und kräftig mit Riesenmixern durchgerührt werden. Dabei saugen sich die Papierfasern mit Wasser voll, quellen auf und trennen sich von den dünnen Schichten Polyethylen und Aluminium.

Aus dem Faserstoff, gereinigt und eingedickt, können Wellpappe, Eierkartons oder Hygienepapier entstehen. Der Resteverbund aus Polyethylen und Aluminium kann zum einen zur Zementherstellung genutzt werden. Zum anderen kann das Aluminium aber auch in hoch spezialisierten Anlagen sortenrein wieder zurück gewonnen werden.

Die Altglascontainer

Flaschen und Gläser werden in den Altglascontainer getrennt nach den Farben Weiß, Grün und Braun entsorgt. Anders farbiges Glas, zum Beispiel Blau oder Rot, kommt zum Grünglas.

Verwertung von Altglas

Die Trennung nach Farben ist sehr wichtig für die spätere Verwertung, bei der neue Glasprodukte entstehen. Denn Weißglas verträgt überhaupt keine Fehlfarben, Braunglas nicht mehr als acht und Grünglas bis zu 15 Prozent. Dabei wird das Altglas zerkleinert und von Fremdstoffen, zum Beispiel Verschlüssen und Etiketten, gereinigt. Danach wird es eingeschmolzen und daraus entstehen neue Flaschen oder Gläser. Altglas kann beliebig oft recycelt werden. Quarzsand und Kalk können eingespart werden.

Die Altpapiertonne

In der blauen Tonne werden Verpackungen aus Papier und Pappe zusammen mit Zeitungen, Zeitschriften und Büchern entsorgt. Zudem ist die Abgabe an allen Wertstoffhöfen möglich.

Verwertung von Altpapier

Die Papierabfälle kommen in eine Sortieranlage und werden dort nach Materialart in Papier und Pappe getrennt und Fremdstoffe aussortiert. In einer Papierfabrik werden Papier und Pappe dann zerkleinert und eingeweicht, um daraus neues Papier und Pappe herzustellen. Die Verwendung von Altpapier ersetzt den Einsatz von frischem Holz. Die Papierfasern lassen sich bis zu fünfmal recyceln.

 

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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