Verwertung von Bioabfällen


Der ZAOE lässt die Bioabfälle und teilweise die Grünabfälle aus dem Verbandsgebiet im Humuswerk der RETERRA Freital GmbH & Co. KG in Freital-Saugrund verwerten.

Die Kompostierungsanlage verfügt über eine genehmigte Kapazität von 13.000 Tonnen Bio- und Grünabfälle im Jahr und besteht aus den Teilbereichen Annahme und Aufbereitung, Intensivrotte mit Biofilter, Nachrotte und Kompostlagerhalle.

Annahme und Aufbereitung

Die Sammelfahrzeuge liefern die Bioabfälle in der Annahme- und Aufbereitungshalle an. Für Grünabfälle kommen in eine gesonderte Halle. Ein Radlader nimmt das Material auf und kippt es in den Aufgabebunker der Maschinentechnik. Mittels Überbandmagnet werden in der ersten Stufe Störstoffe aussortiert. In der zweiten Stufe sortieren drei bis vier Arbeiter mit Hand weitere Störstoffe aus.
In einem Shredder werden Bioabfall und Grünabfall gemischt, wobei beide Fraktionen zerkleinert werden. Dadurch entsteht ein für den nachfolgenden Rotteprozess ideal strukturiertes Eingangsmaterial.

Intensivrotte mit Biofilter

Die so aufbereiteten Abfälle werden in einer vollständig geschlossenen Intensiv-Rottebox eingelagert. Vier gibt es davon in der Anlage.

Während der sieben bis zehn Tage dauernden Intensivrotte durchläuft das Material mehrere Phasen. Unter Zwangsbelüftung und ständiger Überwachung der Verfahrenstemperatur werden dabei die leicht abbaubaren organischen Stoffe zu Kompost umgesetzt.

In der Rottebox wird durch Lochböden von unten Luft durch das Material geblasen. Diese Luft wird an der Boxendecke wieder abgesaugt und im Kreislauf als Zuluft wieder verwendet. Durch Steuerung der Frischluftzufuhr lässt sich der Sauerstoff- bzw. Kohlendioxidgehalt der Luft verändern und gleichzeitig die Temperatur regulieren. Die erforderlichen Parameter Sauerstoff- bzw. Kohlendioxidgehalt, Temperatur sowie die Belüftung werden am Computer gesteuert und überwacht. Am Ende wird der entstehende Frischkompost auf mindestens 60°C erhitzt und somit hygienisiert. Die mit Geruchsstoffen beladene Abluft wird abgesaugt und in einem Biofilter desodoriert, bevor sie über einen Kamin in die Umgebung gelangt.

Nachrotte

Nach Abschluss der Intensivrotte wird der Frischkompost zu einer Dreiecksmiete auf der Nachrottefläche aufgesetzt.
In diesem Teilschritt verrotten auch die schwer abbaubaren organischen Substanzen. Anfangs werden die Mieten wöchentlich umgesetzt, später in 14-tägigem Rhythmus, um ständig eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten. Auch hier erfolgt eine Temperaturüberwachung. Bei Bedarf wird das Material während des Umsetzvorganges befeuchtet.

Kompostlagerhalle

Nach zirka zwölf Wochen in der Nachrotte ist das Material vollständig zu Kompost umgesetzt. Insgesamt entstehen pro Jahr in etwa 5.500 Tonnen Kompost. Mit einer mobilen Siebanlage wird der Fertigkompost auf die jeweils erforderliche Körnung abgesiebt.

Der Kompost dient der Verbesserung des Bodens. Dieser wird mit einer organischen Substanz angereichert, Nährstoffe und Spurenelemente werden zugeführt. Verwendet wird der Kompost vor allem im Garten- und Landschaftsbau, jedoch auch in Kleingärten oder zur Herstellung von Blumentopferde.

 

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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