07.07.2008

Sanierung der Altdeponie Kobeln

Radebeul, 4. Juli 2008. Am 7. Juli wird die Firma STRABAG im Auftrag des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE) beginnen, die Altdeponie Kobeln in der Gemeinde Hirschstein fachgerecht zu sanieren. Bis Mitte September werden die Arbeiten dauern. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 95.000 Euro brutto. Davon werden 75 Prozent aus den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, die noch kurzfristig zur Verfügung gestellt worden sind.

Die Altdeponie Kobeln ist eine so genannte 3.6-er Deponie, eine Anlage aus DDR-Zeiten. Von 1950 bis 1994 sind hier zirka 73.000 Kubikmeter Abfälle auf 9.600 Quadratmetern abgelagert worden. Der Gesetzgeber fordert auch für diese Altanlagen einen ordnungsgemäßen Abschluss. Das ist im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz so geregelt. Mit der Sanierung einer Deponie soll das Eindringen von Oberflächenwasser weitestgehend unterbunden und damit das Auswaschen von Schadstoffen ins Grundwasser wirksam verhindert werden.

Alle Deponien, die erst nach dem 30. Juni 1990 geschlossen worden sind, werden in drei Gefährdungsklassen eingeordnet. In Abhängigkeit davon sind Sanierungsmaßnahmen festgelegt worden. Die Altdeponie Kobeln ist vom Umweltfachamt des Regierungspräsidiums Dresden in die Gefährdungsklasse K I eingestuft worden. Aufgrund der abgelagerten Abfälle, unter anderem Hausmüll, Sperrmüll, Bodenaushub, Garten- und Holzabfälle, wird hier von einem geringen Gefährdungspotential ausgegangen. Es ist also eine Oberflächenabdeckung mit Erde von mindestens einem Meter Mächtigkeit ausreichend.

Wichtig bei der Baumaßnahme ist, dass die Deponieoberfläche eine Neigung von mindestens fünf Prozent erhält. Damit wird zukünftig das ungehinderte Abfließen des Oberflächenwassers gewährleistet. Deshalb müssen Materialien im westlichen und nördlichen Bereich umgelagert werden. Auch werden die Böschungen etwas zurückgebaut, um einen Ringgraben um die Deponie herum anlegen zu können. Dann wird eine einen Meter starke Rekultivierungsschicht aus bindigem Boden aufgebracht, der begrünt wird. Der größte Teil des Oberflächenwassers wird vom Boden aufgenommen und gespeichert, um anschließend wieder zu verdunsten. Das restliche Oberflächenwasser fließt an der Deponieoberfläche ab in den Ringgraben und versickert dann.

Die am Deponierand befindlichen Bäume sollen, soweit möglich, erhalten bleiben. Auch der im südlichen Bereich befindliche Sport- und Spielplatz.

Der Zweckverband muss laut aktueller Gesetzgebung die Altanlage in den nächsten Jahren regelmäßig kontrollieren.


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Der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE)...

...ist ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, gegründet 1992. Seine Verbandsmitglieder sind die beiden Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dort nimmt er alle abfallwirtschaftlichen Aufgaben wahr.

Wir geben Hinweise, wie Abfälle vermieden und richtig entsorgt werden können und erklären, wie eine Deponie fachgerecht saniert wird und eine Umladestation funktioniert.

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